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Girokonto-Studie 2026

Eine datenbasierte Analyse der Girokonto-Kosten: Der systematische Gebührenvergleich umfasst verschiedene Banksegmente und zeigt zudem teils drastische Unterschiede bei Regionalbanken.

Die FMH X Studie zeigt, wie stark sich Girokonto-Gebühren zwischen Kleinstädten und ländlichen Regionen sowie Städten ab 60.000 Einwohnern unterscheiden. Zudem analysiert sie die Kostenstrukturen nach Stadtgröße in Flächenbundesländern und vergleicht die Gebühren von Geschäfts- und Direktbanken.

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Kernaussagen der Studie

  • Girokonten bei Direktbanken und bundesweiten Geschäftsbanken sind deutlich günstiger als bei regionalen Banken. 

  • Innerhalb des Segments regionaler Banken gibt es weitere deutliche Kostenunterschiede: So sind Girokonten auf dem Land und in Kleinstädten teurer als in Großstädten.  

  • Je häufiger elektronisch bezahlt wird, desto größer die Gebühren-Unterschiede zwischen Bankensegmenten und Regionen. 

  • Kosten für Lastschriften & Co. sind dabei der entscheidende Faktor. 

  • Ein Kontowechsel im Jahr 2025 sparte für häufige Digitalzahler bis zu 290 Euro im Jahr, 110 Euro davon können auf den Kleinstadt-Malus entfallen.  

  • Den höchsten Kostenaufschlag für Land- und Kleinstadtkunden in Sachsen-Anhalt.

Analyse & Methodik

  • Mit der hauseigenen SaaS-Lösung Radar von FMH X wurden für diesen Vergleich bundesweit die Kosten von Girokonten analysiert .

  • Untersucht wurden 2.603 Girokonto-Angebote von 977 regionalen Banken in Gesamt-Deutschland. Die Ergebnisse wurden für Gesamtdeutschland und die einzelnen Flächen-Bundesländer ausgewertet. 

  • Zusätzliche wurden als Vergleichswerte die Angebote von 30 Direktbanken (42 Konto-Modelle) und 18 bundesweiten Geschäftsbanken (35 Konto-Modelle) analysiert. 

  • Der Vergleich erfolgt für das komplette Jahr 2025. 

Ergebnisse im Detail

Irreführende Fixkosten 

Monatliche Grundgebühren könnten auf günstigere Preise in kleineren Kommunen hindeuten. Doch dieser Schein trügt oft.

Hohe Gebühren oft erst auf zweiten Blick  

Schon bei wenigen elektronischen Kontobewegungen wandelt sich der vermeintliche Vorteil oft in einen Malus, regional unterschiedlich stark. 

Bank-Wechsel lohnt unterschiedlich

Je nach Stadtgröße und Bundesland fallen somit die Überlegungen über einen Bank-Wechsel des Girokontos ganz verschieden aus.
Girokonten in kleinen Städten und auf dem Land
teurer als in Großstädten

Selbst Bargeld-Freunde, die als Kleinstadt-Kunde und auf dem Land elektronisches Bezahlen auf ein Minimum beschränken und dabei auf drei Bezahlvorgänge pro Woche kommen (12 Vorgänge pro Monat), verlieren bereits den Fixkosten-Vorteil. Während sich aber für Bargeld-Traditionalisten der finanzielle Nachteil in Grenzen hält, steigt er bei häufigen digitalen Kontobewegungen zum Teil drastisch an.  

Analyse FMH X Radar: Vergleich monatlicher Kosten für Girokonten; Fixkosten plus Gebühren für elektronische Zahlungen.

Darstellung: Bundesdurchschnitt in 2025 - Vergleich der Nutzergruppen abhängig von Häufigkeit elektronischer Überweisungen.

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Quelle: FMH X Radar

Analyse-Zeitraum Gesamtjahr 2025; Grundlage: 2603 Girokonto-Angebote von 977 regionalen Banken in Gesamt-Deutschland; Unterscheidung nach der Häufigkeit elektronischer Zahlungen: Annahme von 12, 20, 40 oder 80 Zahlungen sowie sechs Gutschriften pro Monat 

Der Gebühren-Nachteil von Regionalbanken
gegenüber Direkt- und Geschäftsbanken
steigt für häufige Digitalzahler vor allem in Kleinstädten 

Wer zu den Liebhabern des elektronischen Bezahlens gehört und von einer Kleinstadt-Regionalbank zu einer Direktbank wechselt, kann nach unseren Modellrechnungen im Deutschland-Schnitt 211,20 Euro pro Jahr sparen. 17,60 Euro sind das jeden Monat. Und wenn man bisher Kunde einer besonders teuren Regionalbank ist und dann zu einem der Direktbanken-Preisführer geht, erhöht sich die Summe noch weiter. 

Analyse FMH X Radar: Vergleich monatlicher Kosten für Girokonten; Fixkosten plus Gebühren für elektronische Zahlungen.

Darstellung: Bundesdurchschnitt in 2025 - Vergleich der Nutzergruppen abhängig von Häufigkeit elektronischer Überweisungen.

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Quelle: FMH X Radar

Analyse-Zeitraum November 2021 bis November 2025 | Grundlage: Baufinanzierungskonditionen von 207 Anbietern inklusive Vermittler

Fazit & Ausblick

  • Die Girokonto-Studie von FMH X offenbart die wahren Gebühren für Girokonten.  

  • Neben dem Kostenvorteil der Direkt- und Geschäftsbanken werden die in jedem Bundesland überdurchschnittlichen Kosten regionaler Geldinstitute auf dem Land sowie in Städten mit bis zu 60.000 Einwohnern offensichtlich.  

  • Ähnliche Gebührenstrukturen zuungunsten häufiger Digital-Zahler gab es schon 2019, vor der Pandemie. Damals hatte das aber für deutlich weniger Kunden so starke Auswirkungen, weil Rechnungen noch deutlich häufiger bar beglichen wurden. 

  • Die unterschiedlichen Gebührenstrukturen der Regionalbanken sind Folge der schwächeren Konkurrenzsituation der Geldinstitute in kleineren Städten. Diese ändert sich laut FMH X-Analyse etwa bei der Marke von 60.000 Einwohnern. 

  • In größeren Städten gibt es für die Kunden so viele Auswahlmöglichkeiten auch über Filialen von Geschäftsbanken, dass man mit teureren Konditionen spürbar Marktanteile verliert. In kleineren Kommunen scheint der Anpassungsdruck niedriger zu sein.  

  • Je nach Stadtgröße und Region fallen somit Überlegungen zu einem Bank-Wechsel anders aus. In einigen Fällen wird der Unterschied noch als finanziell verkraftbar eingestuft. In einigen Regionen und zudem am Kleinstadt-Standort wird die Gebührenstruktur hingegen vor allem bei Freunden elektronischen Bezahlens zum riesigen finanziellen Ärgernis.   

  • Auf jeden Fall sollte man zunächst mit seiner Bank reden. Diese ist öfter erwartet gesprächsbereit und hat auch ein Konto-Modell im Angebot, auf welches die eigenen Zahlungsgewohnheiten besser passen. 

  • Auch Regionalbanken erkennen immer häufiger Gefahren ihrer Girokonten-Preispolitik und passen Gebührenstrukturen an. Dies soll verhindern, dass noch mehr Kunden zu bundesweiten Geschäftsbanken und Direktbanken wechseln.  

  • Zeigt sich die eigene Regionalbank trotz allem nicht in der Lage nachzubessern, bleibt meist nur der Wechsel. 
     

Bonus: Die Bundesland-Analyse

Laden Sie hier die zusätzliche Bundesland-Analyse herunter: Sie zeigt die vom FMH X Radar ermittelten bundeslandbezogenen Unterschiede bei Girokontogebühren von bis zu 290 Euro.

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Wer steckt hinter FMH X?

Diese Studie stammt von FMH X -  Financial Data Excellence.  

FMH X ist die B2B-Marke der FMH-Gruppe für Daten, Marktanalysen und Studien; Verbraucher-Inhalte finden Sie auf FMH.de – So geht Geld!. 

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